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Plan A oder Plan B: Lebe, was dir wichtig ist!

Plan B oder die Kunst des Scheiterns und Neuanfangs

Lebensträume angehen und schöner scheitern mit einem Plan B im HinterkopfIn einem Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung, an dem ich selbst vor einigen Jahren einmal teilgenommen hatte, meinte die Referentin, dass man seine Lebensträume leben solle, sein Ziel fixieren und sich keine Gedanken um die Möglichkeit des Scheiterns machen sollte. Weil wir sonst nämlich ihrer Meinung nach nicht mehr konzentriert an unserem Ziel arbeiten und es so wahrscheinlich schiefgehen wird.

Die ersten beiden Punkte sehe ich genauso, doch beim dritten …

… Punkt bin ich anderer Meinung, nämlich:

 

Unsere Lebensträume anpacken

Ja, das sollten wir tun, wenn sie auch nur eine halbwegs realistische Chance haben, verwirklicht zu werden. Wir sollten es wenigsten versuchen, um uns am Ende unseres Lebens nicht den Vorwurf machen zu müssen, es nie gewagt zu haben. Dazu gehören Klarheit und Mut: die Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Lebensträume und den Mut, diese anzugehen. Und Mut wollte die Referentin uns damals zu Recht machen.

 

Das Ziel anvisieren

Auch das ist sicher wichtig, um Ergebnisse zu erzielen. Ohne Ziel kein Ergebnis bzw. mit großer Wahrscheinlichkeit ein schlechteres Ergebnis. Wenn wir unser Ziel nicht anvisieren und uns über den Weg zum Ziel keine Gedanken machen, dann überlassen wir das Ergebnis dem Zufall. Dass ein solches Vorgehen die Wahrscheinlichkeit verringert, das Ziel zu erreichen, leuchtet ein, oder?

Beim nächsten Punkt allerdings hebe ich mich von der Meinung der Referentin ab:

 

Plan B im Hinterkopf

Ein Scheitern gedanklich nicht zulassen, so empfahl uns die Referentin in dem Seminar. Sich keine Gedanken darum machen, was passiert, wenn es keinen Erfolg hat. Sich keine Gedanken um einen eventuellen Plan B machen. Das sehe ich anders. Zumindest, wenn es sich um ein großes Ziel handelt, das sehr stark von anderen Gegebenheiten abhängt, die wir nicht oder nur bedingt beeinflussen können, wie z. B. der Wirtschaftslage, unserer Gesundheit, dem Zufall, den richtigen Beziehungen, unserer Herkunft, … In diesem Fall plädiere ich definitiv dafür, einen Plan B im Hinterkopf zu haben.

Meiner Meinung nach nimmt uns ein Plan B im Hinterkopf nicht etwa die Zielstrebigkeit, sondern den Druck. Und Druck rausnehmen ist gut für unsere Kreativität und Flexibilität. Auch Projektmanager wissen darum, wie befreiend es sein kann, wenn der Druck von den Projektmitgliedern genommen wird. Mit einem Plan B in der Tasche fühlen wir uns freier und leichter und können mit Rückschlägen besser umgehen. Es hilft auch dabei, den Mut aufzubringen, unsere großen Ziele überhaupt erst anzugehen. Wir sind trotzdem noch konzentriert bei Plan A. Wir brechen trotzdem nicht gleich beim ersten Stolperstein ein und geben auf.

Doch wir wissen gleichzeitig, wenn Plan A nichts werden sollte, dann geht die Welt nicht unter. Dann gibt es immer noch Plan B, C, D,… Wir wissen, dass das Leben auf jeden Fall weitergehen wird und dass wir noch andere Möglichkeiten haben, ein erfülltes Leben zu führen. Das gibt uns Kraft zum Weiterleben, wenn wir scheitern. Auch das Scheitern gehört zum Leben dazu. Gekonnt scheitern, ohne am Leben zu verzagen, das ist die wahre Lebenskunst. Diese zu beherrschen ist notwendig für den Neuanfang. Und wie Hermann Hesse in seinem berühmten Gedicht „Stufen“ schon sagt: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Hessegedicht

Aber erst einmal müssen wir unseren Herzenstraum (Plan A) gezielt angehen und ihm eine echte Chance geben. Kennen Sie Ihre Lebensträume? Wie stehen Sie zu einem Plan B? Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Ich bin gespannt.